Für die Justiz

Wir bieten zertifizierte Berufsvormundschaften, Verfahrensbeistandschaften und Umgangspflegschaften an. Die nachfolgenden Texte sind auch auf unserem Flyer, der sich an Kinder, Jugendliche und Eltern richtet, zu lesen. Fordern Sie den Flyer gerne an!

Wir bieten außerdem Mediation an und erarbeiten derzeit ein Angebot für hochstrittige Familien.
Durch unsere langjährige Arbeit in der stationären und ambulanten Jugendhilfe haben wir viel Erfahrung und Kenntnisse sammeln können, die uns jetzt auch in diesen Tätigkeitsfeldern helfen. In Trennungssituationen, ob vollzogen oder geplant, hat jede/r Beteiligte meist nur sich selbst und die eigenen Gefühle wie Verletztheit, Trauer, Wut usw. im Blick. Kinder und Jugendliche werden sich umso mehr allein gelassen fühlen und verunsichert sein. Wir möchten ihnen, den Kindern und Jugendlichen und den Eltern helfen, mit diesen so schmerzvollen Lebenssituationen umzugehen. Wir respektieren die Entscheidungen und begegnen den Beteiligten mit Achtung und Wertschätzung, wobei wir die Nöte der Kinder in den Focus stellen.

Wir reflektieren unsere eigene Haltung in der Supervision und in der fachkollegialen Beratung und nehmen die Angebote der Fort-und Weiterbildung der VIA NOVA wahr. Wir arbeiten mit Methoden aus der Systhemik, dem Psychodrama und der Gestaltarbeit. Wenn es sinnvoll erscheint, bieten wir zusätzlich Videotechnik an.

Berufsvormundschaft für Kinder und Jugendliche

Der Vormund übernimmt ähnliche Aufgaben wie die Eltern eines Kindes/Jugendlichen, wenn diese nicht in der Lage dazu sind. Er wird vom Gericht dazu bestellt und sorgt persönlich dafür, dass der junge Mensch, sein Mündel, in einer Umgebung aufwachsen kann, in der er gut versorgt und geschützt wird und sich gesund entwickeln kann.

Der Vormund hält regelmäßigen Kontakt zu dem Kind/Jugendlichen, üblicherweise 1x pro Monat. Er beteiligt sich aktiv an dessen Erziehung und Förderung. Der Vormund ist Ansprechpartner für sein Mündel und vertritt dessen Interessen, auch in rechtlichen Dingen.

Verfahrensbeistandschaft

In Familiengerichtsverfahren geraten Kinder/Jugendliche schnell in Loyalitätskonflikte oder werden zu hilflosen „Streitobjekten“ der Eltern oder anderer Verfahrensbeteiligten, so dass der Blick auf die jungen Menschen verloren zu gehen droht.

Unser neues Kindschaftsrecht sieht in zivilrechtlichen Kindesschutzverfahren die Bestellung eines Verfahrensbeistandes (Anwalt des Kindes) vor. Dieser vertritt als Beteiligter im Verfahren die Interessen des Kindes und trägt somit zur richterlichen Entscheidung bei.

Umgangspflegschaft

Im Laufe eines familiengerichtlichen Verfahrens kann es zu Streitigkeiten kommen, wenn es um den Umgang zwischen Kindern und Eltern geht. Auch hier fällt es manchmal den Eltern oder einem Elternteil schwer, die Kontakte zuzulassen bzw. zu organisieren.

Das Familiengericht legt dann eine Umgangsregelung fest und bestellt einen Umgangspfleger, der dafür sorgt, dass Kinder und Eltern sich sehen können, ohne dass darüber neuer Streit entsteht oder die jungen Menschen unter dem Druck stehen, sich „entscheiden“ zu müssen.

Der Umgangspfleger lernt Kinder und Eltern kennen, vereinbart die Termine, kann zu Beginn dabei sein und auch Termine begleiten, wenn es sinnvoll erscheint. Er vermittelt wenn möglich auch zwischen den Eltern und berät sie bei Konflikten.

Mediation

Seit dem 26.07.2012 ist Mediation auch gesetzlich verankert:
„Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mit Hilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.“ (MediationsG §1, Abs1 / siehe auch www.gesetze-im-internet.de)
Familienkonflikte sind allzu oft mit großen psychischen, aber auch finanziellen und lebenspraktischen Belastungen verbunden.

Neben Schmerz, Wut, Trauer müssen innerhalb der Krisensituation gleichzeitig die Weichen für die Zukunft gestellt werden.
Wenn der Umgang zwischen Partnern eskaliert oder zum Stillstand gekommen ist, kann die Unterstützung durch einen unabhängigen Dritten – den Mediator – hilfreich sein, um die Kommunikation zwischen den Konfliktpartnern wieder möglich zu machen und so Lösungen zu finden.

Die einzige Voraussetzung ist, dass die Betroffenen bereit sind, sich ermutigen zu lassen für ihre Belange einzutreten und im Sinne der Fairness Absprachen zu entwickeln, z.B.:

Neugestaltung des Umgangs mit den Kindern.
Welche Erziehungsgrundlagen sollen angewendet werden?
Wie findet eine neue Partnerschaft in der Patchworkfamilie ihren Platz?

Mediation ist ein Verfahren, um Konflikte selbstverantwortlich und außergerichtlich mit Hilfe eines Dritten, des Mediators / der Mediatorin, zu regeln.
Sie selbst bestimmen, über welche Themen Sie sprechen möchten und welche Dinge Sie  für die Zukunft regeln wollen.
Ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse sowie die der anderen werden gleichberechtigt eingebracht, der Weg führt über ein gegenseitiges Verstehenlernen und persönliches Verhandeln und die Öffnung für Alternativen zur Entwicklung einer gemeinsamen, tragfähigen Lösung
Die Lösung erfolgt in sieben Schritten:

  • Erstkontakt und Vorbereitung
  • Erstgespräch und Terminfindung
  • Themensammlung
  • Interessenklärung
  • Suche nach Lösungsmöglichkeiten
  • Schriftliche Vereinbarung
  • Nachsorge

Ihr Ansprechpartner für dieses Angebot:
Arne Carlsdotter, Tel. 04821-804050 oder Mobil 017618040522

Angebot für hochstrittige Familien

Hierbei handelt es sich um ein Konzept, das auf Kinder, Jugendliche und deren Eltern ausgerichtet ist, die sich in Trennung befinden oder bereits getrennt sind. Das Besondere darin ist, dass jeweils zur gleichen Zeit, also parallel die Eltern in einer Gruppe (maximal 4 Elternpaare) und die dazu gehörigen Kinder in einer eigenen Gruppe arbeiten.

Die Voraussetzung, an diesem Angebot teil nehmen zu können, ist die Bereitschaft, alle 10 Termine wahr zu nehmen. Jedes Familienmitglied arbeitet mit, auch Mütter bzw. Väter, die bereits eine/n neuen Partner/in haben. Beide Gruppen werden von Fachleuten moderiert und begleitet.